Predigt am 20. Sonntag nach Trinitatis


Kollektengebet: Allmächtiger, ewiger Gott, der du den Irrenden das Licht der Wahrheit leuchten läßt, auf daß sie zu dem rechten Weg kommen mögen: verleihe allen denen, die Christen genannt werden, daß sie alles, was diesem Namen zuwider ist, meiden und allein dem, was ihm gemäß ist, nachfolgen mögen, durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern HERRn. Amen.

Lied nach der Predigt: Lutherisches Kirchengesangbuch (LKG) Nr. 249 Hilf mir, mein Gott, daß nach dir...


Predigttext: "Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt der Seele und Leib müsse behalten werden unsträflich auf die Zukunft unsers HERRN Jesu Christi. Getreu ist er, der euch rufet, welcher wird’s auch tun." (1.Thessalonicher 5,23.24)

 

In Jesu Christo herzlich geliebte Gemeinde!

Gott gebe euch... "erleuchtete Augen eures Verständnisses, daß ihr erkennen möget, welche da sei die Hoffnung eurer Berufung, und welcher sei der Reichtum seines herrlichen Erbes an seinen Heiligen, und welche da sei die überschwengliche Größe seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner mächtigen Stärke..." (Eph. 1,18.19).

Ja, liebe Christen, erkennt die überschwengliche Größe seiner Kraft an uns, denn daß wir an den einen Heiland glauben (und daß wir trotz der Versuchungen des Teufels und der Finsternis der Sünde in dieser Welt noch in diesem Glauben stehen) ist eine Gnadengabe Gottes. Denn so, wie wir geboren worden sind, war in uns nichts als Finsternis: keine Erkenntnis Gottes, kein Funke Liebe zu ihm, nur Haß und Feindschaft, der Wille zum Bösen und Gehorsam unter der Herrschaft des Teufels: Denn "der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und kann es nicht erkennen..." (1.Kor. 2,14). Denn so steht im Wort Gottes geschrieben: "Denn ihr waret weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in, dem HERRn. Wandelt wie die Kinder des Lichts!" (Eph. 5,8.9).

Es ist das barmherzige Handeln Gottes an uns Sündern, daß die Finsternis des Unglaubens in unseren Herzen dem hellen Licht der Gnadenbotschaft Gottes gewichen ist: "Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß (durch uns) entstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi" (2.Kor. 4,6). Kein Mensch kann beschließen, sich zu Gott zu bekehren. Kein Mensch kann aus eigenem Antrieb oder aus eigener Kraft zum rettenden Glauben kommen. Kein Mensch ist fähig den Entschluß zu fassen: Ich will meine Feindschaft zu Gott beenden und mich ihm zuwenden.

Darum spricht Gott: "Welchem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und welches ich mich erbarme, des erbarme ich mich. So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen" (Röm. 9,15.16). So bekennen wir es auch mit dem 3. Artikel unseres Glaubens: "Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesum Christum , meinen HERRn, glauben oder zu ihm kommen kann, sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet..." Daß wir "Kinder Gottes" und "Erben des ewigen Lebens", ja "Heilige und Gottes Hausgenossen" sind, liegt allein an Gottes Gnade.

Er hat uns berufen aus der Finsternis, aus der Herrschaft der Sünde, aus dem Reich des Teufels "zu seinem wunderbaren Licht" (1.Petr. 2,9), "zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes" (Röm. 8,21), zum ewigen Leben in unvergänglicher Freude und Herrlichkeit. Daß wir die Vergebung unserer Sünden genießen, unser böses Gewissen vor ihm stillen können (1.Joh. 3,19) und gewiß sind, vor der ewigen Verdammnis bewahrt zu bleiben und in das ewige Leben zu kommen, das alles hat der Heilige Geist durch Gottes lebendiges Wort an uns vollbracht. Darin hat er uns aber auch erhalten, uns in bösen Tagen aufgeholfen, uns in Zweifeln die Gewißheit geschenkt, daß wir Gottes geliebte Kinder sind, auch wenn uns der Teufel unsere Sünde schrecklich vor Augen stellte. Das gnädige, barmherzige Handeln Gottes an uns elenden verlorenen Sündern ist noch lange nicht beendet, wenn er uns einmal zum Glauben gebracht hat.

Er muß uns auch darin erhalten, sonst fallen wir zurück in das alte sündige Wesen und stehen wieder unter dem Zorn und Gericht Gottes. Und aus diesem Grund bekennen wir auch: "Der Heilige Geist hat mich [auch] im rechten Glauben geheiligt und erhalten...". Nun lesen wir: "Jaget nach... der Heiligung, ohne welche wird niemand den HERRN sehen" (Hebr. 12,14). Und in unserem Text steht: "Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch..."

Was hat es mit der Heiligung auf sich?

Das erste, was Gott in seiner großen Gnade an uns armen Sündern gewirkt hat, ist unsere Berufung und Erleuchtung zum Glauben. Und uns, die wir nun durch den Glauben Gottes Kinder geworden sind, ruft Gottes Wort zu: "Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch..." Wie ist das gemeint? Der Apostel Paulus schreibt: "Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu worden" (2.Kor. 5,17). "In Christo" sind wir durch den wahren Glauben; steht jemand im wahren Glauben, so ist er "eine neue Kreatur". Eine große Veränderung ist mit ihm vor sich gegangen: Er wird "eine neue Kreatur", ein ganz anderer Mensch, eine "Neuschöpfung Gottes"; es wird alles bei ihm neu.

Gottes Wort spricht hier davon, daß Gott unsere "Herzen reinigt durch den Glauben" (Apg. 15,9). Das von Natur und durch die Erbsünde verdorbene Herz macht Gott also vor allen Dingen neu. Steht ein Mensch im Glauben, so haßt sein Herz alles Böse, was es vorher lieb hatte. Steht ein Mensch im Glauben, so liebt auch sein Herz plötzlich, was es vorher gehaßt hatte: Es fängt an Gott und sein Wort und den Nächsten zu lieben; es fängt an das zu lieben, was Gott von ihm haben will, das Gute. "Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch..." Die Heiligung besteht also nicht etwa darin, daß ein Mensch diese oder jene Sünde unterläßt und dies oder jenes Gute tut, sondern daß er ein neues Herz bekommt, ein Herz das Gott, Gottes Wort und den Nächsten lieb hat. Aber ein Christ ist damit noch nicht ganz rein und ganz frei von Sünde. Vielmehr bittet er seinen Gott und Vater im Himmel immer wieder, daß er in ihm ein reines Herz schaffen möge: "Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist" (Ps. 51,10).

So kommt es in seinem Herzen durch das Wirken Gottes des Heiligen Geistes zum Ekel vor Sünde und zur Freude an dem, was vor Gott gut, gerecht und heilig ist. Der Christ ist traurig über seine so oft geringen Fortschritte in der Heiligung; er ist unzufrieden mit sich selbst. Auch das bewirkt der Heilige Geist, wenn der Christ mit Paulus klagt: "Denn das Gute, das ich will, tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich." (Röm. 7,19). Es bleibt immer noch ein gutes Stück der alten sündlichen Natur in ihm. Diese alte sündliche Natur nennt Gottes Wort "Fleisch". Das Fleisch ist ein Verbündeter des Teufels und der verlorenen Welt. Das Fleisch bäumt sich auf gegen Gott und gegen das gute Wirken des Heiligen Geistes.

"Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch..." Das heißt also, daß der Christ in der Kraft Gottes gegen seine Feinde, die Welt, den Teufel und gegen sein eigenes böses Fleisch ankämpft, daß er den Versuchungen zum Bösen nicht folgt, sondern sie überwindet. Aber nicht allein das! Der Heilige Geist erneuert unsere Herzen, so daß wir das Gute lieben und das Böse hassen. Ein solch erneuertes Herz erweist sich auch im äußeren Lebenswandel. Wer Gott und das Gute liebt, wird auch so leben, wie Gott es haben will: "Ich ermahne euch, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, der wohlgefällige und der vollkommene Gotteswille" (Röm. 12,1.2).

Lebt ein Christ nach dem Willen Gottes, so erweist sich das in seinem Lebenswandel in guten Werken, denn dazu hat Gott uns ein neues Herz geschenkt, daß wir in guten Werken unser leben führen: "Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darinnen wandeln sollen" (Eph. 2,10). Das alles können wir nicht aus uns selbst, denn dazu fehlt uns die nötige Kraft; darum heißt es: "Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch..."

"Das ist der Wille Gottes, eure Heiligung!" (1.Thess. 4,3) "Heiligt aber Gott den HERRn in euren Herzen!" (1.Petr. 3,15). So durchglüht und erleuchtet der Heilige Geist das gesamte Sehnen, Trachten , Denken, Begehren, Wollen und Tun in einem Menschenherzen. Der Christ weiß, daß sein Heiland für ihn das Größte, Schönste und Beste ist und will seinen Erlöser auf keinen Fall durch schmutzige Gedanken und sündige Begierden beleidigen oder betrüben. Er will gute Früchte bringen, die seinem Wesen vor Gott entsprechen, denn er vernimmt ja Gottes Wort: "Wandelt nur würdiglich dem Evangelium Christi!" (Phil. 1,27). "So ermahne nun euch ich... , daß ihr wandelt, wie sich ‘s gebührt eurer Berufung." (Eph. 4,1).

So erweist sich die Kraft der Wiedergeburt Schritt für Schritt auch immer mehr im äußeren Lebenswandel, so will es unser himmlischer Vater! "Das ist der Wille Gottes , eure Heiligung, daß ihr meidet die Unzucht... Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung." (1.Thess. 4,3.7). Immer dann, wenn Begierden und Sehnsüchte nach den Lüsten und Sünden dieser Welt in uns aufsteigen, ruft Gott uns zu: "Meidet!" (z.B. Tit. 3,10). und "Flieht!" (1.Kor. 6,18). Flucht ist keine Schande, sondern von Gott geboten, weil die sündigen Begierden dieser Welt so gefährlich für unseren zarten Glauben sind. Nach dem "Flieht!" ruft Gott uns zu: "Jagt nach ... der Heiligung, ohne die niemand den HERRn sehen wird." (Hebr. 12,14).

Wer immer wieder wissentlich dem Wirken des Heiligen Geistes widerstrebt und vorsätzlich in Sünde einwilligt, steht im Begriff, auch die Quelle der Heiligung zu zerstören: den rettenden Glaube. Ohne den Glauben und die daraus fließende Heiligung wird kein Mensch selig. Wer kann dann selig werden? So fragten auch die Jünger. Jesus antwortete ihnen: "Bei den Menschen ist’s unmöglich, aber bei Gott sind alle Dinge möglich." (Matth. 19,26). Wäre nun die Heiligung von unserer schwachen Kraft abhängig, müßten wir noch heute die Flinte ins Korn werfen.

Es wäre kein Wunder, wenn uns Müdigkeit im Kampf und Mutlosigkeit übermannen würden. Spüren wir doch: Die Sünde in uns ist wie ein nimmermüdes Stehaufmännchen. Haben wir sie besiegt, meldet sie sich schon nach kurzer Zeit der Ruhe wieder. Doch Gott läßt uns auch hier nicht allein! Bedenkt: Nicht in uns findet sich die Quelle der Kraft! Nicht aus unserem Herzen fließt die reinigende, heiligende Stärke, die uns im seligmachenden Glauben erhält, unser Leben erneuert und uns mit mit dem Willen zum Guten durchglüht. Von unserem barmherziger Vater im Himmel fließt uns die Gnade, die Vergebung zu in seinem Sohn, unserem Heiland.

Und Gott der Heilige Geist läßt uns aus dem Meer seiner Stärke schöpfen, gibt uns Kraft und Mut im täglichen Glaubenskampf, tröstet uns in Widerwärtigkeiten und steht uns mächtig bei! "Er aber, der Gott des Friedens heilige euch durch und durch..." oder an anderer Stelle: "Ihr werdet aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt zur Seligkeit." (1.Petr. 1,5a)

Das ist unser Trost, wenn wir an unsere Schwachheit und die große Macht des Bösen denken. Alle Stärke und Lebenskraft kommt von unsrem "Gott des Friedens". Es ist der Herr Jesus Christus, der am Kreuz zwischen uns und Gott Frieden gemacht hat, der darum auch der Friedefürst genannt wird: "Er ist unser Friede" (Eph. 2,14), denn er hat mit seinem Blut als Lösegeld den Schuldbrief unserer Sünde zerrissen. "Aus seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade!" (Joh. 1,16). Unser Heiland ist ein unerschöpflicher Brunnen des neuen Lebens, eine kräftig sprudelnde Quelle der Kraft, "die Gott darreicht". An diesem Meer der Gnade und Kraft Gottes leben wir und dürfen täglich daraus schöpfen: indem wir Gottes Wort lesen und hören und ihn bitten wie die geliebten Kinder ihren lieben Vater. "Laßt das Wort Christi reichlich unter euch wohnen!" (Kol. 3,16).

Was aber ist das Ziel aller Heiligung?

"Er aber, der Gott des Friedens heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt Seele und Leib müsse behalten werden unsträflich auf die Zukunft unseres HERRn Jesus Christus." An anderer Stelle lesen wir auch: "Ihr werdet aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt zur Seligkeit, die bereit ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit." (1.Petr. 1,5). Darauf zielt alles ab, was Gott an uns tut. Davon schreibt Paulus: "Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und nimmt uns in Zucht, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes unseres Heilandes Jesus Christus, der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken." (Tit. 2,11-14).

Wozu heiligt und erhält uns Gott? So handelt er, um uns zur Seligkeit zu bewahren. Das eigentliche Ziel, wozu uns Gott durch und durch heiligt und uns im seligmachenden Glauben erhält, ist, daß wir im Himmel in ewiger Gemeinschaft mit ihm leben. "Er aber, der Gott des Friedens heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt Seele und Leib müsse behalten werden unsträflich auf die Zukunft [Wiederkunft] unseres HERRn Jesus Christus." (1.Thess. 5,23). Amen


Verfasser: Pfarrer Martin Blechschmidt, Steeden a.d. Lahn -- Zuschriften an den Verfasser


1. Hilf mir, mein Gott, hilf, dass nach dir von Herzen mich verlange und ich dich suche mit Begier, wenn mir wird angst und bange. Verleih, dass ich mit Freuden dich in meiner Angst bald finde; gib mir den Sinn, dass ich forthin meid alle Schand und Sünde.

2. Hilf, dass ich stets mit Reu und Schmerz mich deiner Gnad ergebe, hab täglich ein zerknirschtes Herz, in wahrer Buße lebe, vor dir erschein, herzlich bewein all meine Missetaten. Die Hände fein lass milde sein, dem Dürftigen zu raten.


3. Die Lust des Fleisches dämpf in mir, dass sie nicht überwinde; rechtschaffne Lieb und Lust zu dir im Herzen mir entzünde, dass ich in Not bis in den Tod dich und dein Wort bekenne und mich kein Trutz noch Eigennutz von deiner Wahrheit trenne.


4. Behüte mich vor Grimm und Zorn, mein Herz mit Sanftmut ziere; reiß aus den schnöden Hoffartsdorn und mich zur Demut führe. Was ich noch find von alter Sünd, durch deinen Geist ausfege; gib, dass allzeit Trost, Fried und Freud sich in mir Armen rege.


5. Den Glauben stärk, die Lieb erhalt, die Hoffnung mache feste, dass ich von dir nicht wanke bald; Beständigkeit ists Beste. Den Mund bewahr, dass nicht Gefahr durch ihn mir werd erwecket; gib Brot dem Leib, doch dass er bleib von Geilheit unbeflecket.


6. Gib, dass ich treu und fleißig sei in dem, das mir gebühret, durch Ehrgeiz, Stolz und Heuchelei nicht werd aufs neu verführet. Leichtfertigkeit, Hass, Zank und Neid lass in mir nicht verbleiben; verstockten Sinn und Diebsgewinn wollst du von mir fern treiben.


7. Hilf, dass ich folge treuem Rat, von falscher Meinung trete, den Armen helfe mit der Tat, für Freund und Feind stets bete, dien jedermann, so viel ich kann, das Böse hass und meide nach deinem Wort an allem Ort, bis ich von dannen scheide.

Johann Heermann 1630