Stücke aus dem "Compendium der Theologie der Väter"
von
M. Heinrich Eckhardt
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Vorwort.
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Dem Erlauchten Fürsten und Herrn, Herrn Johann Casimir, Herzog von Sachsen, Landgraf von Thüringen, Markgraf von Meisen, seinem gnädigsten Herrn.
Gnade und Friede durch JEsum Christum.
Erlauchter Fürst, gnädigster Herr! Als Christus, nachdem er sein Amt auf Erden ausgerichtet und das Werk der Erlösung vollbracht hatte, gen Himmel fuhr, hat er seine Kirche mit einem herrlichen Geschenk bedacht, hat ihr nämlich Apostel, Evangelisten, Hirten und Lehrer hinterlassen, die, durch ihr Zeugniß und ihre Predigt ausgezeichnet, dem HErrn Christo und seiner Kirche mit Lehren des wahren und reinen Glaubens und Vertheidigen desselben wider die sofort aufkommenden Verderbnisse dienen sollten.
Daher hat er immer, auch in den trübsten Zeiten, da die Kirche am heftigsten angefochten ward, etliche ausgezeichnetere Zeugen und Vertheidiger des reinen Glaubens erweckt und gleichsam wieder aufleben lassen, die da öffentlich zeigten, welchen Glauben man festhalteu, und auf welchem Steig der Tugenden, wie Eucherius sagt, man wandeln müsse. Aus der Zahl dieser sind die vorzüglichsten Theologen des Alterthums, welche unsere Zeit die Väter zu nennen pflegt. Die Mühe dieser Männer, die sie auf Erhaltung der Reinheit der Religion und auf deren Fortpflanzung auf die Nachkommen verwendet haben, ist fürwahr nicht zu verachten, sondern es gebühret uns sehr und ist uns sehr nützlich, davon dankbaren Herzens und mit geziemender Ehrerbietung Gebrauch zu machen.
Freilich gibt es Leute, die sich durch die Blasen ihres eigenen Gehirns den Geist so aufschwellen lassen, daß sie es für unwürdig halten, aus der Schule und dem Lesen des frommen und gelehrten Alterthums noch etwas zu lernen. Ein solcher Stolz sollte jedoch den Theologen fremd sein, denen es geziemt, nicht Autodidakten (Selbstkluge) zu sein, sondern nach Sirach 39. "die Weisheit aller Alten zu erforschen"; die Väter und Aeltesten zu fragen, 5.Mose 32, und sich sorgfältig zu hüten, daß "die vorigen Grenzen nicht zurückgetrieben werden", Sprüche Sal. 22.
Denn mit Recht hält man alle für verdächtig, die des Alterthums überdrüssig, nach neuen Dingen streben, dergleichen zu unsrer Zeit Servet, Campanus, die Wiedertäufer, und in vielen Stücken die Calvinisten gewesen sind, denen Basilius in seiner Rede gegen den Sabellius und Arius zuruft: "Es zügle euch die Tradition: Der HErr hat so gelehrt, die Apostel haben es gepredigt, die Vater es aufbewahrt, die Märtyrer bekräftigt. Laßt euch begnügen zu reden. wie ihr gelehrt worden seid." Und abermals: "Wir ermahnen euch zu dem, nicht was euch gefällt, sondern was dem HErrn gefällig ist, und mit der Schrift stimmt, und nicht wider die Väter ist."
Doch soll sich deshalb keiner unter das Joch der Päpstischen beugen. Denn diese, wie sie Menschenknechte sind, wollen uns nur mit an ihr Joch binden, und deshalb uns an das Ansehen der Väter geheftet und gebunden wissen. Wir aber, eingedenk des evangelischen Verbots, "Niemand Vater zu heißen auf Erden" Matth. 23 und an der apostolischen Vermahnung haltend, die ernstlich verbietet, "nicht der Menschen Knechte zu werden", 1.Kor. 7, empfehlen das Ansehen und Lesen der Väter so, daß wir inzwischen niemand einen Strick an den Hals werfen, oder jemand verbinden, daß er's glauben müsse, sondern lassen beim Lesen derselben die christliche Freiheit unversehrt, und wollen die Gewandtheit des Urtheils und den Prüfstein der Untersuchung angewendet wissen.
Denn "wir sollen nicht irgendwelcher, auch rechtgläubiger und gelobter Männer Disputationen der canonischen Schrift gleich halten, so daß es uns nicht freistünde, unbeschadet der Ehrerbietung, die jenen Männern gebührt, etwas an ihren Schriften zu tadeln und zu verwerfen, so wir finden, daß sie anders gehalten haben, als die Wahrheit hält." August. Ep. III. Deshalb ist nicht ohne Ursache mit so heilsamer Sorgfalt der kirchliche Canon festgestellt worden, der die gewissen Bücher der Apostel und Propheten enthält, welche zu richten wir durchaus nicht wagen dürfen, und "nach welchen wir über die anderen Schriften von Gläubigen und Ungläubigen urtheilen sollen". Aug. l. 2. contra Crescon. c. 31. So halten wir demnach die Zeugnisse des früheren, reineren und gelehrteren Alterthums hoch, daß wir uns gleichwohl nicht in das Joch der Knechtschaft flechten lassen, noch irgend etwas deshalb glauben sollten, weil einer von den Vätern so gehalten oder gesagt hat, sondern uns der Freiheit gebrauchend, zu welcher wir vom HErrn berufen sind, urtheilen wir frei über jeglicher Schriften nach der canonischen Schrift.
Was mit dem Ansehen der Schrift stimmt, das "nehmen wir mit ihren Ehren und ihrem Lobe" an, contra Crescon. l. 2. c. 32., wovon wir aber finden, daß es nicht damit stimmt, das verwerfen wir "ohne einige Vermessenheit, nach gerechtem Gericht", l. 2. ad Vinc., ohne deren Unglimpf und Schmähung, mit ihrem guten Frieden. Daher sagt Hieronymus, ad Miner. et Alex.: "Mein Vorhaben ist: die Alten zu lesen, alles zu prüfen, was gut ist, zu behalten und vom Glauben der katholischen Kirche (d.h. "der allgemeinen"; gemeint ist nicht die römische Kirche! - M.B.) nicht zu weichen." Und Augustin: "Ich habe gelernt, allein der canonischen Schrift diese Furcht und Ehre beizulegen, daß ich glaube, keiner ihrer Schreiber habe je im Schreiben geirrt. Die anderen Schreiber aber lese ich so, daß, mit wie großer Heiligleit sie auch ihre Lehre schmücken, ich es doch nicht deswegen für wahr annehme, weil sie so gehalten haben, sondern weil sie mich entweder durch andere canonische Schreiber, oder durch einen triftigen Grund überzeugen konnten, daß es nicht von der Wahrheit abweiche." Ep. 19. ad Hieron.
Auch haben die Väter selbst nicht gewollt, daß man ihre Schriften für göttliche Aussprüche halte, sondern haben sie dem Urtheil solcher unterworfen, die fein zu richten und zu schließen wußten. Siehe Hieronymus zu Mich. 2., Ies. 19., Ezech. 36., Zeph. 2. und Augustin de bono perserv. c. 21. Desgleichen wollten sie solche Leser ihrer Schriften haben, wie sie die Schriften anderer lasen. August. Ep. III. Wiewohl wir sie nun nicht für Herren unseres Glaubens anerkennen, noch uns selbst oder unser Urtheil über streitige Artikel der Religion an ihre Autorität binden, so stehen sie doch mit Recht bei uns in großem Ansehen, und werden von allen bescheiden Urtheilenden als um die Kirche bestverdiente Männer sehr hoch gehalten. Denn nicht bloß mit Anfzeichnen der Geschichte der alten Zeit, mit Sorge für die Vererbung und Fortpflanzung der biblischen Bücher, sondern auch mit Dämpfung des gottlosen Geschreies der Ketzer, mit Vertheidigung der wahren Religion und Auslegung der heiligen Schrift in gelehrten Kommentaren haben sie der Kirche lobenswerthe Dienste geleistet. Weil aber ihre Schriften zu umfangreich sind, als daß alle von allen gelesen werden könnten (denn die Zeit und das Leben würde dazu nicht ausreichen) und es vorzüglich unsern jüngeren Tleologen, anderer nöthiger Dinge wegen, nicht vergönnt ist, sie durchzustudieren, so wäre es gewiß von Nutzen, irgend einen Auszug zu haben, darin sich die vorzüglichen und auserlesenen Zeugnisse des reineren und gelehrteren Alterthums fänden über die Hauptstücke unsrer Religion und namentlich über die strittigen Fragen und Artikel, damit, was die Meinung des Alterthums über diese oder jene Frage sei, auch unsere jungen Männer wissen und eine kurze Widerlegung der Verlästerung der Gegner, die sie über die sein sollende Neuheit unsrer Lehre ausstreuen, zur Hand haben könnten.
Da ich nun sah, daß man einen solchen Auszug vermisse, habe ich es unternommen, einen ganz kurzen zu schreiben, darin ich die Uebereinstimmung des frommen Alterthums mit dem Bekenntnis unsrer Kirchen in den vornehmsten Hauptstücken des theologischen Unterrichts nachgewiesen, und das Geschrei der Gegner, welche behaupten, daß unsere Lehre das Zeugnis der alten Kirche nicht habe, sondern ein Evangelium von 60 Jahren und ein jüngst erst ausgesonnenes Gedicht sei, als unwahr und nichtig dargethan habe. Wiewohl ich aber denselben zum Privatgebrauch für meine Studien geschrieben habe, so wollte ich ihn doch, da ich es nicht für unzweckmäßig halte, daß er auch dem Studium anderer, vorzüglich jüngerer diene, öffentlich erscheinen und den Studierenden zu Theil werden lassen, hoffend, daß die Herausgabe dieses Compendiums ihnen nicht unwillkommen und das Lesen desselben nicht ohne Frucht sein werde.
Daß ich aber Ew. Hoheit dieses Compendium widme, dazu bewegt mich sowohl der gottseliger Eifer, mit welchem Hochdieselben, in die Fußtapfen Ihrer berühmtesten Ahnen tretend, in Ihrem Herzogthum die reine, lautere, unverfälschte Religion annoch treulich und beständig vertheidigen, schirmen und bewahren, und durch das Beispiel jener Fürsten, die sich von den Fußtapfen ihrer Ahnen und von deren gottseligem Religionsbekenntniß zu fremder Lehre abwenden lassen, keineswegs bewegt werden, als auch Dero freigebige Wohlthätigkeit, Liebe und Mildigkeit, mit welcher Sie die Dienec des Evangeliums Christi, und zwar auch Ausländer und vorzüglich solche, die der Wuth der Gottlosen weichen mußten, zu bedenken pflegen.
Uebrigens bitte ich von ganzem Herzen den guten, großen Gott, daß er Ew. Hohheit und die ganze Sächsische Fürstenfamilie in dieser Beständigkeit des Glaubens und in der Liebe für das unverderbte Predigtamt zum Besten seiner Kirche gnädiglich erhalten wolle, bitte auch demütig und unterthänig Ew. Gütigkeit und Hoheit, daß Sie diese Widmung von mir gütigen und gnädigen Herzens annehmen und mich derselben wollen empfohlen sein lassen. Geschrieben zu Singen in der Grafschaft Schwarzburg am 1. September im Jahr der letzten Zeit 1605.
Eurer Hoheit ergebenster Diener
M. Heinrich Eckhardt, Pastor zu Singen.
Kapitel I. Von Gott.
1. Definition und Beweisführung.
Gehört Gott zu den umschriebenen und beweisbaren Dingen, d. i. unterliegt er einer logischen Definition und Beweisführung?
In Bezug auf die erstere antwortet Augustin: "Wie jener höchste Geist, der Gott ist, von keinem Verstande eigentlich ausgedacht werden mag, so kann er auch durch keine Definition eigentlich erklärt und umschrieben werden."
Du behauptest zweierlei, daß Gott von uns eigentlich weder ausgedacht noch definiert werden könne: Sage mir den Grund von dem ersteren?
So sagt Tertullian: "Gott ist größer als alle Worte sowohl, wie alle Sinne."
Ferner Gregorius von Nyssa: "Es ist Gott eigen, daß er das Erkenntniß übersteigt."
Endlich Hilarius: "Gott ist unsichtbar, unaussprechlich, unbegrenzt; welchen sowohl auszureden die Sprache verstumme, als zu erforschen der Sinn zu stumpf, und zu fassen der Verstand zu beschränkt sei."
Nenne den Grund von dem andern?
Der Gründe sind zwei: Erstens das Unvermögen des Definierenden: "Daß Gott sei, hat zwar wohl jeder ausgefunden; was er aber in seinem Wesen und in seiner Natur sei, möchte kein Mensch jemals wissen", wie Gregor von Nazianz und Chrysostomus sagen, zweitens das Unzulängliche der Definition: Evagrius sagt: "Jede Definition hält in sich entweder eine Gattung, die beschrieben wird, oder eine Species, oder einen Unterschied, oder ein Eigentümliches, oder ein Zufälliges, oder eine aus diesen Stücken zusammengesetzte Rede. Aber nichts von dem, was genannt wurde, ließe sich in den Begriff der heiligen Dreieinigkeit fassen. Also, was unaussprechlich ist, bete man stillschweigend an."
Nimmt aber nicht in dem, was von Gott ansgesagt wird, das Wort Wesen die Stelle von Gattung ein?
Augustin antwortet: "Das Wesen wird vom Vater, Sohn und Heiligen Geist ausgesagt, nicht wie die Gattung von den Specles, noch wie die Species von den Individuen, noch wie das Ganze von den Teilen, sondern auf eine unaussprechliche und unbegreifliche Weise."
Nun, ich will keine durchaus vollständige Definition von dir fordern, sondern mit irgend einer Beschreibung wenigstens zufrieden sein?
So nimm entweder die des Augustin: "Gott ist ein unsichtbares, aller Creatur unbegreifliches Wesen, welches das ganze Leben, die ganze Weisheit, die ganze Ewigkeit zumal wesentlich besitzt, ja das Leben selbst, die Weisheit selbst, die Wahrheit selbst, die Gerechtigkeit selbst, die Ewigkeit selbst ist, und alle Creatur wie einen Punkt in sich begreift"; oder die des Gregor von Nyssa: "Gott ist das höchste Wesen, der Grund aller Dinge, von dem alles abhängt; oder eine andere von Augustin, die vollständiger ist: "Gott ist das wahre und höchste Gut, außer welchem nichts Größeres gedacht werden kann; er ist das Leben, die Weisheit, das Licht, die Wahrheit, die ewige Seligkeit und selige Ewigkeit. Welches Gut ist Gott der Vater und sein Sohn, das Wort, und beider Liebe, der Eine und gemeinsame Heilige Geist."
Dies sei genug von dem ersteren, nämlich der Definition; antworte mir nun auch in Bezug auf das zweite, nämlich auf die Beweisführung?
Athanasius sagt: "Die Gottheit lernt man nicht durch Beweisführung aus Gründen, sondern durch den Glauben und durch frommes Nachdenken, verbunden mit Andacht."
Weshalb auch Gregor von Nazianz sagt: "Gott wollte geglaubt, nicht geurteilt und untersucht werden."
Und abermal Athanasius: "Dich zu glauben, nicht dich zu definieren, hast du, o Gott, dich mir dargeboten; das Glauben ist geboten, das Ergrübeln nicht erlaubt."
Ist es also nicht erlaubt, die theologischen Sachen nach den Regeln und Gesetzen der Philosophie zu erforschen?
Tertullian sagt: "Was hat Athen mit Jerusalem, was hat die Akademie mit der Kirche, was haben die Ketzer mit den Christen zu schaffen? Unsere Lehre kommt aus den Hallen Salomonis, der selbst auch gelehrt. hat, daß der HErr in Einfalt des Herzens zu suchen sei." Und: "Die weltliche Weisheit ist eine vermessene Deuterin der Beschaffenheit göttlicher Natur. Ja selbst von den Ketzereien ist die Philosophie die Anstifterin."Und Ambrosius: "Von Gott ist nicht zu halten nach fremden Behauptungen sondern nach seinen Worten."
2. Seine wesentlichen Attribute.
Wie vielfach sind die Namen Gottes, oder das, was von Gott ausgesagt wird?
Albinus: "Einiges wird von Gott wesentlich anderes bezüglich aus. gesagt." Isidorus: "In der Dreieinigkeit sind einige ihrer Namen Nennwörter, andere sind Eigennamen. Die Eigennamen sind wesentliche, als: Gott, HErr, allmächtig, unveränderlich, unsterblich. Und sie sind deswegen Eigennamen, weil sie sein Wesen bezeichnen. Nennwörter aber sind: Vater, Sohn, Geist; nicht geboren, geboren, ausgehend. Diese werden auch Relative genannt, weil sie sich auf einander beziehen."
Du zählst das Wort "Gott" und das Wort "HErr" unter den Eigen- und wesentlichen Namen Gottes auf: Wie kommt es aber, daß dasselbe auch andern Dingen außer Gott beigelegt wird?
Junilius: "Vornehmlich mit acht Worten wird Gott bezeichnet. Denn er wird entweder Gott, oder HErr, oder zugleich HErr Gott, oder Adonai, oder Zebaoth, oder Eli, oder Elohim, oder Zebaoth genannt. Nur zwei von diesen werden zuweilen mißbräuchlich auch anderen beigelegt, nämlich Gott und HErr, wie Paulus bezeugt, 1Kor. 8: "Sintemal es sind viele Götter und viele Herren" In Wahrheit aber ist der Name Gott ein Name allein der Dreieinigkeit. Denn außer derselben ist keiner von Natur Gott." Theod. in 1.Tim. 1. Hierher gehört auch: "In der Heiligen Schrift wird zuweilen Gott nennweise, zuweilen wesentlich gesagt. Gregor. l. 1. in Ezech."
Nenne mir die übrigen wesentlichen Attribute Gottes?
Die meisten und bekanntesten finden sich bei Damascenus: "Gott ist ohne Anfang, ohne Ende, ewig und immerwährend, ungeschaffen, unbeweglich, unveränderlich, einfach, unzusammengesetzt, unkörperlich, unsichtbar, unantastbar, unumschreibbar, unbegreiflich, unerreichbar, gut, gerecht, aller Creaturen Werkmeister, allmächtig, allgewaltig, alles übersehend, alles versorgend, der Machthaber und Richter."
Sind diese Attribute aussagbare oder ausgesagte Accidenzien (=was einer Sache nicht wesenhaft zukommt), dergleichen sich beim Menschen finden?
Cyrill: "In Gott gibt es nichts Zufälliges." Augustin: "Verstehen wir es daher so, daß Gott ohne Qualität gut, ohne Quantität groß, ohne Bedürfnis Schöpfer, ohne Räumlichkeit gegenwärtig sei, ohne gefasset zu sein alles umfasse, ohne Stätte überall ganz, ohne Zeit ewig sei, ohne irgend eine Veränderung seiner selbst das Veränderliche mache und nichts erleide."
Warum kann man sie nicht Accidenzien nennen?
Albinus: "Weil jedes Accidenz der Zeit nach entweder sein, oder nicht sein kann, oder konnte, oder können wird. Nichts wird demnach in Gott als Accidenz ausgesagt, weil in Gott nichts veränderlich ist." Ambrosius: "Weil Gott einer einfachen Natur ist, nicht einer vereinigten und zusammengesetzten, so daß nichts zu ihm hinzukommt, sondern er in seiner Natur nur hat, was göttlich ist."
[Fortsetzung folgt]