So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren (Joh. 15,7)

"Anfang, Mittel und Ende aller Irrtümer ist, daß man aus den einfältigen Worten Gottes tritt und will mit der Vernunft in göttlichen Wundern handeln und die Sache bessern, gleichwie Paulus 2.Kor. 11,3 von Eva sagt, daß sie der Teufel auch von der Einfältigkeit des göttlichen Worts in seine Klugheit führte, da ging sie es dahin mit Adam und uns allen hinnach. Lieber Gott, wie ist's so große Mühe und Arbeit, daß ein Christ bleibe, wenn er gleich helle, dürre, gewisse Wort Gottes vor sich hat! Was sollt's denn werden, wenn man die Worte fahren läßt und gibt sich der Vernunft Folgern und Klügeln? Und wie will sich der rühmen, in der einigen christlichen Kirche zu sein, der sich begibt aus dem Wort Gottes, darin die rechte Kirche ist und bleibt?... Lieber, das Gewissen läßt sich nicht mit Folgern und Gaukeln stillen, wenn es Gottes Wort wider sich fühlt" (W 2 XIX,1390).