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Start Episteln und Evangelien Sonntag Misericordias domini

Sonntag Misericordias domini

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Epistel und Evangelium am Sonntag Misercordias Domini (lat.: die Barmherzigkeit des HERRn)

 

 

Epistel 1.Petrus 2,21-25

Evangelium Johannes 10,12-16

 

21 Denn dazu seid ihr berufen, sintemal auch Christus gelitten hat für uns und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; 22 welcher keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; 23 welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht dräuete, da er litt; er stellete es aber dem heim, der da recht richtet; 24 welcher unsere Sünden selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil worden. 25 Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehret zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen

 

12 Ich bin ein guter Hirte; ein guter Hirte lässet sein Leben für die Schafe. Ein Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen und verlässet die Schafe und flieht; und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe. 13 Der Mietling aber flieht; denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht. 14 Ich bin ein guter Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, 15 wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.

 

16 Und ich habe andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und dieselben muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird eine Herde und ein Hirte werden.

Jesus Christus, der menschgewordene Sohn Gottes ist der gute Hirte! -das ist das Thema von Epistel und Evangelium. In der Epistel lehrt der Apostel Petrus von Christus, wie er willig und gern als das Sühnopfer für die Sünden der Welt gelitten hat und schließlich die Last dieser Schuld hinaufgetragen hat an das Kreuz. Wir sind durch den Glauben an ihn in ein anderes Leben und Wesen versetzt, herausgerissen aus dem Reich und den Bindungen des Bösen: Wir sind bekehrt zum Hirten und Bischof der Seelen. „Bischof“ kommt aus dem Griechischen und heißt „einer der aufsieht“ oder „Aufseher“ - wie ein guter Hirte über seine Schafherde schaut und darauf achtet, dass alle beieinander bleiben und sie alle gute Weide finden.

So zeigt uns auch das Evangelium den HERRn Christus als den guten Hirten, wie er spricht, dass ein guter Hirte im Gegensatz zu einem Tagelöhner auch sein Leben zum Wohl seiner Herde einsetzt. Schon hier spricht Christus auch von uns, den Heidenchristen, die nicht aus dem alten Bundesvolk kommen, die „nicht aus diesem Stall sind“. In der Kirche Jesu Christi, die wir im 3. Artikel des christlichen Glaubens bekennen, sind Juden- und Heidenchristen vereint. So schreibt auch Paulus an Heidenchristen: Darum gedenket daran, daß ihr, die ihr weiland [d.h. früher] nach dem Fleisch Heiden gewesen seid und die Vorhaut [spöttisch: „die Unbeschnittenen“] genannt wurdet von denen, die genannt sind die Beschneidung nach dem Fleisch, die mit der Hand geschieht, daß ihr zu derselbigen Zeit waret ohne Christum, fremd und außer der Bürgerschaft Israels und fremd von den Testamenten der Verheißung; daher ihr keine Hoffnung hattet und waret ohne GOtt in der Welt. Nun aber, die ihr in Christo JEsu seid und weiland ferne gewesen, seid nun nahe worden durch das Blut Christo. Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins hat gemacht und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war... und ist kommen, hat verkündiget im Evangelium den Frieden euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben wir den Zugang alle beide in einem Geiste zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und GOttes Hausgenossen, erbauet auf den Grund der Apostel und Propheten, da JEsus Christus der Eckstein ist (Eph. 2,11-14.17-20).

 

Auf ein Wort...

Wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christ, daß er sei der HERR, wir aber eure Knechte um Jesu willen. (2.Kor. 4,5)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 10. März 2010 um 06:15 Uhr
 

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