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Sonntag Kantate

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Epistel und Evangelium am Sonntag Kantate (lat.: Singet!)

 

 

Epistel Jakobus 1,16-21

Evangelium Johannes 16,5-15

 

16 Irret nicht, liebe Brüder! 17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung noch Wechsel des Lichts und Finsternis. 18 Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erstlinge seiner Kreaturen.

 

19 Darum, liebe Brüder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu hören, langsam aber zu reden und langsam zum Zorn; 20 denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor GOtt recht ist. 21 Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen.

 

5 Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter euch fraget mich: Wo gehest du hin? 6 sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauerns worden. 7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch; so ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. 8 Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen um die Sünde und um die Gerechtigkeit und um das Gericht: 9 um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich; 10 um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht sehet; 11 um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist.

 

12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnet's jetzt nicht tragen. 13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm selber reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. 14 Derselbige wird mich verklären; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. 15 Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum hab' ich gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.


In der Epistel geht es zuerst um einen Irrtum, nämlich dass der Mensch, eben auch der Christ, denkt, er könne sich selbst beschenken. Weil dann weiter vom Ablegen der Bosheit und Sünde die Rede ist, kommt hier besonders der Kampf des Glaubens in der Heiligung in Betracht. So richtet die Epistel unseren Blick darauf, dass eben auch die Erfolge in der Heiligung, gegen die Sünde zu kämpfen und sie schließlich Schritt für Schritt mehr und mehr zurückzudrängen, eine Gabe Gottes ist. Aus dessen Gnade und Stärke heraus kommen alle guten Gaben – auch die Fortschritte in der Heiligung.

Gott ändert sich nicht, hebt auch seine Zusagen nicht auf. Hat er das Licht seiner Gnade und Vergebung zugesagt, so wird sich dieses Versprechen niemals in das Gegenteil verkehren, nicht Finsternis werden. Denn des HErrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss. (Ps. 33,4).

Gott schenkt seine Gnade, seinen Beistand und die göttlichen Kräfte durch sein Wort, das in uns gepflanzt ist. Ein anschauliches Bild: Gottes Wort soll in uns immer mehr Wurzel schlagen, sich ausbreiten und Frucht hervorbringen.

Im Evangelium spricht der HERR Christus von Gottes größter Gabe für uns: vom Heiligen Geist. Dass wir an Jesus als an unseren Erlöser glauben, dass wir in der Gemeinschaft der Gemeinde Christi erhalten werden, dass wir in dieser Gemeinschaft schließlich auch einmal hinübergehen werden in die ewige Seligkeit, das alles ist Gabe Gottes, Gnade des Heiligen Geistes (siehe Erklärung zum 3. Artikel). All diese Gaben kommen von oben herab, werden geschenkt, weil Christus uns damit begnaden will.

Der Ausdruck „strafen“ heißt „Sünde beim Namen nennen“ oder „auch Sünde aufdecken“. Der Heilige Geist wird die Sünde aufdecken – im Blick auf die Sünde selbst, d.h. hinsichtlich der Schuld vor Gott, im Blick auf die Gerechtigkeit, die Christus erworben hat und nun wieder verherrlicht zur Rechten Gottes sitzt und im Blick auf das Gericht, dass dem Teufel die Macht genommen ist und jeder Sünder freien Zugang zur Vergebung der Sünden und zur Seligkeit hat. Die einzige Sünde, die nun noch mächtig ist, den Menschen in die Verdammnis zu ziehen ist der Unglaube.

Zum Schluss weist Christus noch auf das kommende Pfingstfest und wie der Heilige Geist die Apostel in alle Wahrheit leiten wird. Dabei ist er, der HERR und Heiland, es selbst, der mächtig für die Seinen sorgt bis an Ende der Welt – auch wen sie (und wir) ihn nicht in seiner Herrlichkeit jetzt noch nicht sehen können. Im Glauben aber sehen wir den „verklärten“, d.h. verherrlichten Christus. Wir werden ihn sehen von Angesicht zu Angesicht, wenn wir dann dort sein werden, wohin uns all seine Worte weisen und führen: im Himmelreich.

 

Auf ein Wort...

Wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christ, daß er sei der HERR, wir aber eure Knechte um Jesu willen. (2.Kor. 4,5)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 10. März 2010 um 06:15 Uhr
 

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