Taufe [Kindertaufe in den ersten Jahrhunderten n. Chr. Reallexikon § 34,k][Können Kinder glauben? Reallex. § 44]
Fragen an den Säugling nach dem Glauben, Entsagung an den Teufel, nach der Taufe.
Entscheidend ist, daß das Kind zur Taufe gebracht wird.Wie auch beim Heiligen Abendmahl sind wir an den zeitlichen Ablauf gebunden. Jesus selbst teilte Brot und Wein aus und sprach gleichzeitig die Worte, die wir als Einsetzungsworte vor der Austeilung sprechen. Wir sollen uns keine Gedanken darüber machen, sondern treu dem Befehl Christi handeln und wissen: Wir empfangen in, mit und unter Brot und Wein mündlich Leib und Blut Christi.
Auch bei der Taufe können wir nur alle Aussagen der Heiligen Schrift zur Taufe zu Herzen nehmen und handeln:
1. Wir müssen zuerst den furchtbaren Zustand ins Auge fassen, in dem sich ein Kindlein als verlorenes und verdammtes Menschenkind befindet (Joh. 3,6: Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; 1.Kor. 15,50: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht ererben).
7. Das ist Gehorsam gegenüber Gottes Wort; weiter sollen wir nicht fragen. Die Fragen werden nicht an Eltern und Paten gerichtet, sondern an den Täufling. Dadurch kommt zum Ausdruck, daß die Kinder glauben können, daß der Glaube durch die Taufe in dem Kind gewirkt wird.
In welchem Moment das geschieht, läßt sich nicht bestimmen. Die ganze Taufhandlung wird als ein Akt gesehen. Wann kann das Kind seine Mutter von anderen Personen unterscheiden? Wann beginnt die Mutter mit dem Kind zu sprechen? - fremder Glaube hilft dem Kind nur insofern, daß es dadurch überhaupt zur Taufe gebracht wird- nicht die Frage nach dem Glauben etc. der Eltern und Paten, sondern des Kindes- nicht nach dem zukünftigen Glauben oder Einverständnis, sondern dem gegenwärtigen.
Glaube ist bei den Sekten das Ergebnis der Tätigkeit der Vernunft- Sekten geben zu, daß der Hl. Geist in den Kindern wirkt (aber nicht durch die Taufe, reformierter Irrtum)
Beispiele der Schrift über den Kinderglauben:- Johannes: Luk. 1,41.44- David: Ps. 22,10.11- Mark. 9,36 (Es gefiel dem Kind)- Ps. 8,3 (vgl. Matth. 21,16)- Ps. 106,38 ("unschuldig Blut" waren die Kinder nicht von Natur, sondern durch die Beschneidung)- Beschneidung ohne Glauben ebenfalls nutzlos, Röm. 4,11: "Siegel der Gerechtigkeit" (vgl. Hebr. 11,6)
Von Erwachsenen kann man nicht mit Gewißheit sagen, ob sie im Glauben stehen. Das Widerstreben der Vernunft hindert sie oft am Glauben und an der Seligkeit. Kinder widerstreben nicht mit ihrer Vernunft.




